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    Margret Kiener Nellen

    DAFÜR SETZE ICH MICH EIN Mehr Sorgfalt für Menschen und Natur!   Sonntag, 25. September 2016: ein wichtiges Datum für alle Menschen und die Natur in der Schweiz. Gehen Sie abstimmen!


    Wer sorgfältig mit den Menschen umgeht, stimmt JA zur AHVplus-Initiative. Die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt hat das Geld, um die AHV-Renten nach langer Zeit endlich wieder an die Lohnentwicklung und an die wirtschaftliche Entwicklung anzupassen. Es geht auch darum, diejenigen Generationen, welche diese Schweiz aufgebaut haben, sorgfältig und würdevoll zu behandeln. Krankenkassenprämien und Mietzinse nehmen immer mehr Rente weg. Als Rechtsanwältin erlebe ich, wie unwürdig es ist, wenn immer mehr Menschen Ergänzungsleistungen beantragen müssen, die dann jedes Jahr ihren Bedarf neu mit Belegen begründen müssen.

    Auch Junge und Frauen profitieren von der AHV. Besonders junge Familien sparen Tausende von Franken, wenn sie über die AHV anstatt über die teure zweite Säule vorsorgen können. Weil die AHV das beste Preis-/Leistungsverhältnis hat. Die Erhöhung der Renten um 10 Prozent mit der AHVplus-Initiative nützt allen Menschen in der Schweiz. Am direktesten aber den Frauen. Weil 38 Prozent der Frauen im Alter nur von der AHV leben. Und weil die AHV die einzige der drei Vorsorge-Säulen ist, welche die unbezahlte Erziehungs- und Betreuungsarbeit für die Rente mitberechnet.

    Wer sorgfältig mit der Natur umgeht, stimmt JA zur Initiative für eine grüne Wirtschaft. Sie fordert, dass wir auf lange Sicht nicht mehr Natur verbrauchen, als nachwächst. Der ökologische Fussabdruck der Schweiz soll sich bis 2050 von heute rund drei Erden (dreimal zuviel Ressourcenverbrauch!) auf eine Erde verringern. Unsere Erde braucht genau diese Sorgfalt.

    Mit der Unternehmenssteuerreform III (USRIII) Milliarden von neuen Steuerausfällen bei Bund, Kantonen und Gemeinden provozieren, die Sozialwerke zurückfahren und alle Menschen bis 67 zur Erwerbsarbeit befehlen wollen, das geht nicht. Allein aus dem Bschiss mit der Unternehmenssteuerreform II haben die Aktiengesellschaften seit 2011 über 1‘000‘000‘000‘000 Milliarden Schweizer Franken – das ist über eine Billion! – steuerfrei an die Aktionäre ausschüttbare Mittel angemeldet! Und zwar zusätzlich zu den Dividenden, die nach der USRIII weiterhin nur zur Hälfte steuerbar sein sollen. Auch das sind Gründe für das aktuelle Referendum gegen die masslose USRIII.

    Die bewusste Verknappung der Bundesgelder durch Milliarden Steuerschlupflöcher für Aktionäre und Konzerne legt der Bundesrat jetzt um in jährliche Milliarden-Abbaupakete. So soll 2017-19 die Umwelt über 20 Millionen weniger für Gewässerschutz, die Bahninfrastruktur bis 90 Millionen weniger für den Substanzerhalt und die Bildung gar über 150 Millionen weniger – je pro Jahr – erhalten. Wir wissen: nur ein starker Staat kann ein sozialer Staat sein. Die dringend nötige Energiewende sowie unsere sorgfältig aufgebauten und geführten Institutionen brauchen genügend öffentliche Mittel. Und sie müssen sich auch zeitgerecht entwickeln und auf neue Bedürfnisse reagieren können. Dafür werde ich mich engagieren. Und ich bin überzeugt, Sie auch!

    So finde ich etwa das Alpine Museum der Schweiz in Bern ein schönes Beispiel dafür, dass ein neues Konzept mit mehr öffentlichem Geld am richtigen Ort investiert Mehrwerte schafft. Das Museum erfand sich vor vier Jahren neu. Es versteht sich heute als ein Haus der Gegenwart, das sich mit aktuellen Fragen der heutigen (Berg)-Schweiz beschäftigt. Identität, Klimawandel, alpenquerender Verkehr, Tourismus, dem Lebensraum der Alpen. Alle diese Themen brauchen Auseinandersetzung. Und die Auseinandersetzung braucht Plattformen, die für die Gegenwart taugen. Ohne öffentliche Finanzierung sind solche Leistungen nicht zu haben. Das Alpine Museum schaffte es in kurzer Zeit, sein Publikum zu verjüngen, zu vervielfachen und dem Berggebiet mitten in der Bundeshauptstadt eine vielfältige Stimme zu geben. Doch auch hier ist die Finanzierung des Bundes nur noch bis 2017 gesichert. Eine Kürzung, wie sie mit der Umsetzung der neuen Kulturbotschaft droht, würde die Aufbauarbeit der letzten Jahre zunichte zu machen. Dazu darf es nicht kommen.

    Besuchen Sie das Alpine Museum und unterstützen Sie diese einzigartige schweizerische Institution! Übrigens: als Naturfreund-Mitglied profitieren Sie beim Eintritt von einem Rabatt.

    Margret Kiener-Nellen
    Nationalrätin, Bolligen BE


    Margret Kiener Nellen, Rechtsanwältin mit eigener Anwaltskanzlei, ist Mitglied des Nationalrats und präsidiert dessen Finanzkommission. Am Anfang ihrer politischen Karriere stand ihr Engagement als Grossrätin sowie Gemeinderätin und -präsidentin von Bolligen BE. Nebst anderen Engagements präsidiert sie die Vereinigung bernischer Sportverbände bernsport, ist Mitglied des Stiftungsrats der tilia-Pflegezentren, des Patronatskomitees des Naturparks Diemtigtal und der Naturfreunde Schweiz..


    14.09.2016 13:47 Alter: 1 Jahre
    Ausgabe 3 | 2016, Naturfreunde aktiv
    Von: Beatrice Rychen