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    … genau hinschauen ist von Nöten!

    Versicherung ist nicht gleich Versicherung


    Es ist leider so: zum Betrieb, respektive zum Führen eines Naturfreundehauses gehört auch ein Anteil an Bürokratie. Die Erfahrung zeigt, dass dabei insbesondere die Frage der Versicherungen eine ­Knacknuss darstellt. Felix Mannhart, Vorstandsmitglied der Naturfreunde Schweiz und zuständig für das Ressort ­Naturfreundehäuser hat die entsprechende Thematik genauer angeschaut.

    Felix, kannst du in zwei, drei Worten ausführen, worum es hier grundsätzlich geht?
    In den letzten Monaten habe ich verschiedentlich Gespräche geführt mit Häuserverantwortlichen von Naturfreunde-Sektionen. Dabei ist mir aufgefallen, dass in den meisten Fällen zwar eine Versicherung für das Naturfreundehaus vorhanden ist, dass jedoch bei den Policen diverse Lücken oder Unklarheiten bestehen.

    Und worin bestehen diese Unklarheiten?
    Es gibt NF-Häuser, respektive Sektionen, die haben für ihr Haus wohl eine Gebäudeversicherung abgeschlossen, bezüglich der Bewirtschaftung und Nutzung jedoch liegt keine oder eine mangelhafte Haftpflichtversicherung vor. ­Werden aber beispielsweise Nichtmitglieder gegen Entgeld bewirtet, muss jedoch zwingend eine gewerbliche Haftpflichtversicherung für Restaurantbetriebe abgeschlossen werden. Dabei ist die Prämienhöhe abhängig vom erzielten Umsatz. Eine sogenannte Vereins- oder Club-Haftpflicht genügt in diesem Fall nicht.

    Und was also sollte unbedingt in so einer Haftpflichtversicherung aufgeführt sein?
    Ich möchte alle Häuserverantwortlichen dazu auffordern, den Versicherungsvertrag genau anzuschauen. Ganz besonderes Augenmerk ist dabei auf die Einschränkungen zu richten! Wir müssen uns im Klaren sein: bei einem Schaden­fall setzen die Versicherungs-Unternehmen Fachexperten ein, welche die Verträge und die Situation genau analysieren. Daher meine Empfehlung an die Häuserchefs: schaut die Police genau an, respektive geht bei der Auflistung in die Details! So sollte in der Police klar aufgeführt sein, wem gegenüber die Haftpflicht des Vereins, beziehungsweise seiner Organe versichert ist.
    Ich empfehle dazu folgende Formulierung: «Versichert ist die Haftpflicht des Vereins gegenüber den Vereinsmitgliedern, den Angestellten des Vereins, den vereinsfremden Personen. Und versichert ist die Haftpflicht der Mitglieder gegenüber anderen Vereinsmitgliedern (ausgenommen bei Kampfspielen), den Angestellten des Vereins, und vereinsfremden Personen. Und, drittens, versichert ist die Haftpflicht der Angestellten des Vereins gegenüber den Vereinsmitgliedern und vereinsfremden Personen».  

    Und falls noch immer Unklarheiten bestehen? Können sich Sektionen bei Fragen direkt an dich wenden?
    Nein, nicht an mich. Ich bin nicht Versicherungs­experte. Aber mir geht es hier darum, unseren Häuserverantwortlichen aufzuzeigen, bei welchen Details sie ganz genau hinschauen sollten – und dass sie diese heiklen Details, wie vorhin aufgezählt, mit ihren jeweiligen Versicherungen ganz genau anschauen! Damit ersparen sie sich Ärger, Frustration und Kosten.    

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    Felix Mannhart, Vorstandsmitglieder Naturfreunde Schweiz und zuständig
    für das Ressort ­Naturfreundehäuser.
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    19.09.2013 12:01 Alter: 4 Jahre
    Ausgabe 3 | 2013, Naturfreundehäuser