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    Felicitas Barnert

    Heute gehen die 4 Fragen an Felicitas Barnert. Sie ist leidenschaftliche Alpinistin. Eindrücklich ein Blick in ihr Tourenbuch: es reicht von den 4000ern Finsteraar-, Aletsch- und Strahlhorn bis hin zu Voralpenhügeln wie Waldeggli und Stöcklichchrüz. Felicitas Barnert ist Mitglied der NF-Sektion Lachen. Beruflich leitet sie im Spital Lachen die Dialyse-Station.


    Wohin haben dich deine letzten drei, vier (Sommer-) Hochtouren geführt? Und wie geht es eigentlich deinem «Projekt 4000»?

    Im August dieses Jahres war ich mit 14 SAC-Kollegen auf Monte-Rosa-Tour mit Breithorn West (4164 m) und Ostgipfel (4159 m), Pollux (4092 m) und Castorüberschreitung (4223 m), Felikhorn (4087 m), Übergang Il Naso (4145 m), Balmenhorn (4167 m), Signalkuppe (4554 m) und Zumsteinspitze (4563 m). Drei Tage später mit meinem Bergführer Benny zudem auf der Solvayhütte (4003 m) und Anfang September auf Klettertour: am Montag übers Drihorlini (3209 m), am Dienstag überschritten wir den Weissmies (4027 m) und Mittwoch zum Sommerabschluss aufs Lagginhorn (4010 m). Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir den Gipfel mit herrlicher Rundsicht, 45 Minuten lang, und weit und breit waren keine anderen Alpinisten zu sehen! Und klar, da war auch noch die wunderschöne Bergwanderwoche im Bregenzerwald mit 20 weiteren Naturfreunden der Sektion Lachen!

    Du bist jede Woche ein- bis mehrmals an einem Berg unterwegs. Kannst du in zwei, drei Worten ausführen, was für dich diese Faszination des Bergsteigens und Wanderns ausmacht?

    In der Natur Ruhe geniessen, abschalten und Energie auftanken!

    Pro Winter unternimmst du 30 oder gar mehr Skitouren. Angenommen, du wärst frisch verliebt, auf welche Skitour in den Schweizer Bergen würdest du deine neue Liebe führen?

    An einem Wochentag auf den Mutteristock (2294 m) im schönen Wägital oder auf den Piz Tambo (3279 m) ab ­Splügenpass; diese zwei waren meine Highlights in der letzten Skisaison.

    Du als sehr erfahrene Alpinistin hast im Januar dieses Jahres einen Lawinenkurs der Naturfreunde Schweiz besucht. Das überrascht den einen oder anderen, da wir doch davon ausgehen, dass Leute wie du «bereits alles wissen». 

    Meine Devise ist: «Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu!» Ich habe seit vier Jahren jeden Winter einen LVS-Tageskurs mitgemacht. Die Übung mit dem LVS-Gerät kann man nicht oft genug wiederholen. Ausserdem gibt es mir ein gutes Gefühl zu wissen, wie ich in einer Notfall­situation handeln muss.


    07.01.2014 11:22 Alter: 4 Jahre
    Ausgabe 4 | 2013, Naturfreunde aktiv