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    < André Pretôt

    Lebensquell Wasser

    Mehr als H2O - Vom Wert des Wassers


    Wasser – einst geschätzt und geschützt, heute verschmutzt und übernutzt. Die Einstellung des Menschen zum Wasser hat sich grundlegend verändert. Wir vergessen und übersehen zu oft die vielen lebenswichtigen Eigenschaften und die segensreiche Heilkraft des Wassers. Zeit für eine heilbringende Reise zurück – und somit auch vorwärts zum Lebensquell Wasser.

     

    Wasser – durch die Geschichte vieler Kulturen hindurch wurde es als Lebensquell gesehen und verehrt. Dies steht im starken Kontrast zur Geringschätzung, die ihm heute widerfährt. Im Alltag neigen wir dazu, es als Ware zu sehen, als Reinigungs- und Spülmittel, bestenfalls als Durstlöscher. Dies beraubt das Lebenselement Wasser der schützenden Aura, die in der Vergangenheit mit seiner hohen Wertschätzung verbunden war.

    Heute kommt man nicht um den Eindruck, dass unsere moderne Welt zu wenig vom Wasser begreift, um gebührend damit umzugehen. Dabei geht es weniger um wissenschaftliches Wissen, sondern um das Wertschätzen der Bedeutung des Wassers für alles Lebendige. Das hatten unsere Vorfahren erkannt: es war Grundlage ihres Respekts für das Wasser, und somit für ihren behutsamen Umgang damit.

    Wollen wir vorankommen mit dem Schutz des Wassers, kann ein Blick in das Wasser hinein, ein Blick auf seine speziellen Eigenschaften, sehr hilfreich sein. Was wir daraus lernen, lässt uns anders über das Wasser denken. Wir sehen Wasser anders – der erste Schritt auf dem Weg zu einem schonenden Umgang! So ist es zumindest mir ergangen vor vielen Jahren.

    Zu der Zeit hatte ich bereits mehrere Jahre über Fliessgewässerbelastungen gearbeitet, war aber mehr beschäftigt mit den Chemikalien im Wasser als mit dem Wasser selbst. Erst als ich einen Artikel gelesen hatte, der Reaktionen des Wassers auf Sonnenfleckenaktivitäten beschrieb, erkannte ich das subtile Verhalten des Wassers. Über weitere Artikel erhielt ich einen tiefgehenden Einblick in die Vielfältigkeit seiner lebenswichtigen Eigenschaften und die Fähigkeit des Wassers, auf subtile Einflüsse zu reagieren.

    Wahrnehmen und Wissen

    Wie wir Wasser wahrnehmen, beeinflusst unseren Umgang damit. Weil wir es heute weitgehend als Ware betrachten, gehen wir achtlos und rücksichtslos damit um. Zwar werten wir Wasser bisweilen durchaus positiver, etwa wenn wir uns in freier Natur aufhalten. Seine Schönheit, seine Anmut, als See, Bach, Fluss oder Wasserfall berührt uns. Aber von all dem bleibt wenig zurück, wenn wir in den Alltag zurückkehren: Verschwendung und Verschmutzung
    bleiben die Regel.

    Ein Teil der Wasserprobleme, die wir im Alltag verursachen, hat offenbar mit unserem mangelnden Erkennen wichtiger Eigenschaften des Wassers zu tun. In der Folge erkennen wir auch nicht, wie dringend das Wasser heute vermehrten Schutz benötigt. Manche Probleme im fachlichen Umgang mit Wasser haben ebenfalls mit mangelhaftem Wissen, oder aber mit ungenügendem Einsatz des Wissens zu tun. Vor allem wenn es um Bedürfnisse des Wassers geht, die mit seiner Lebendigkeit verbunden sind, kann dies weitreichende Konsequenzen haben.

    Ein diesbezüglich einprägsames Beispiel ist für mich die Begradigung und Eindolung von Bächen, vor allem in landwirtschaftlichen Gebieten. Wie wir mittlerweile alle wissen, bleibt die belebende Verwirblung des Wassers um Steine und in Mäandern dort in der Folge aus. Das gerade Fliessen vermindert die biologische Aktivität. So werden Schadstoffe aus der Landwirtschaft in den Fliessstrecken ungenügend abgebaut und fliessen in die Seen. Die Überdüngung der Seen nimmt zu – und damit auch die Eutrophierung und das Fischsterben. Im Lauf der Zeit wurde dieser ‚Begradigungsfehler‘ glücklicherweise erkannt; und die Revitalisierung von Bächen und Flüssen kam in Gang.

    Ein Blick auf den unbedarften Umgang mit Wasser, sei es durch Laien oder Fachleute, lässt ähnliche Hintergründe erkennen: ganz allgemein verstehen wir zu wenig, was Wasser wirklich ist, wozu es fähig ist, aber auch was es braucht für seine eigene Lebendigkeit. Ein Einblick in seine lebenswichtigen Eigenschaften hilft uns, das Wesen des Wassers besser zu verstehen, sein besonderes Verhalten besser zu begreifen, seine Lebenswichtigkeit klarer zu erkennen. Aus dem Verstehen heraus wächst unser Respekt und unsere Bindung zu diesem Lebenselement von alleine, und somit auch unser behutsamer Umgang damit. So erlebte ich es, als ich Wasser zu verstehen begann. Und so erlebe ich heute noch.

    Eigenartige, lebenswichtige Eigenschaften des Wassers

    Wasser hat ein breites Spektrum von besonderen Eigenschaften, die sein lebenswichtiges Verhalten ermöglichen. Diese können in zwei Kategorien geteilt werden. Einerseits in physikalische, verhaltensdefinierende Eigenschaften, die messbar sind (z.B. Siedepunkt, Schmelzpunkt, Dichte, Oberflächenspannung, Volumenänderung beim Gefrieren). Andererseits in Eigenschaften, die es befähigen, auch auf sehr subtile Einflüsse, zum Beispiel den Mondstand, zu reagieren und die empfangene ‚Information‘ auch noch an Lebewesen weiterzugeben.

    Schon die erste Kategorie bereitet der Wissenschaft Schwierigkeiten, dies obwohl die Eigenschaften gut messbar sind. Die gemessenen Werte weichen derart stark von den wissenschaftlichen Berechnungen ab, dass die Eigenschaften als Abnormalitäten betrachtet werden. Die Fachleute tauften sie ‚Anamolien‘. Die Schulwissenschaft scheint der Meinung zu sein, dass Wasser nicht weiss, wie es sich zu verhalten hat, um ‚wissenschaftlich anerkannt‘ zu sein.

    Interessant: genau diese Abweichungen aber sind lebenswichtig! Verhielte sich das Wasser so, wie die Schulwissenschaft meint, es sollte, wäre Leben so wie wir es kennen, nicht möglich. Ein einfaches Beispiel: wäre Eis schwerer als Wasser – die Wissenschaft meint es sollte – würde ein See von unten zufrieren; für die Lebewesen im See ein tödliches Verhängnis. Die Ausdehnung des Wassers beim Gefrieren hat eine weitere entscheidende Rolle für das Leben: die Bildung von Eiskristallen in den Ritzen der Steinoberflächen führt zu Mikro-Sprengungen des Gesteins, was Mineralien freisetzt. Diese werden vom Wasser weitertransportiert und stehen damit den Wasserorganismen zur Verfügung. Bäche und Flüsse bringen die Mineralien zum Meer und kompensieren so die aussedimentierenden Mineralien.

    Die zweite Kategorie kommt bei der Schulwissenschaft noch schlechter an. Diese tut sich schwer damit, dass Wasser auf subtile Felder wie Mondphasen, Planetenkonstellationen oder Sonnenfleckenaktivität reagieren kann. Da solche
    Felder aber teilweise nachweisbare Spuren ihres Einflusses hinterlassen, ist der Einfluss klar bewiesen. Bekannt ist unter anderem die Einwirkung des Mondes auf das Verhalten von Wasser im Holz. Neue Forschung über ‚Mondholz‘ belegt die Unterschiede in den Holzeigenschaften, etwa bei der Biegsamkeit, Brandresistenz, oder dem Rutschwiderstand (wichtig für Holzbrücken), je nach Mondphase und Fällzeit.

    Auch der Einfluss der Sonnenfleckenaktivität (im 11-Jahres-Zyklus) lässt Spuren zurück: es gibt Krankheiten mit einem 11-Jahres-Zyklus bei Menschen, wie auch bei Bäumen. Das Minimum der Krankheit korreliert jeweils mit dem Maximum der Sonnenfleckenaktivität. In gefällten Bäumen ist manchmal erkennbar, dass jeder elfte Jahresring etwas dicker und dunkler ist, vor allem bei Bäumen am Waldrand. Die Fähigkeit des Wassers, auf subtile Einflüsse zu reagieren, wird auch im Zusammenhang mit Heilwasser erwähnt. Die Wirkungen eines Heilwassers sind nicht unbedingt allein durch seinen Mineraliengehalt zu erklären. Das Wasser selber hat manchmal spezielle Energien. Diese haben meist mit den Bodenenergien des Quellgebiets zu tun. Hinweise auf die Wirkung der Bodenenergien auf Wasser gibt es bereits; mehr Forschung hierzu wäre zu begrüssen.

    Das Gedächtnis des Wassers

    Ton, Klang, Musik haben eine Wirkung auf Wasser. Dank dem ‚Gedächtnis des Wassers‘ ist diese Wirkung gut beweisbar. ‚Hört‘ Wasser Musik, bevor es zum Pflanzengiessen benutzt wird, wachsen die Pflanzen anders, als mit unbespieltem Wasser. Und werden verschiedene Musikarten eingesetzt, wachsen die Pflanzen unterschiedlich, je nachdem mit welcher Musik das Wasser bespielte wurde.

    Auch das Wasser innerhalb der Pflanzen selbst reagiert auf Musik. Und je nach Art der Musik reagieren Pflanzen sehr unterschiedlich. So hat ein Versuch gezeigt, dass Pflanzen, die Musik von Bach ‚hörten‘, sich in Richtung der Lautsprecher neigten, während sie sich bei Hard Rock eher von den Lautsprechern abwandten.

    Schneeflocken sind weitere gute Beweise für das Gedächtnis des Wassers. Je nachdem woher der Wasserdampf stammt – sei es aus dem Atem eines Lebewesens oder aus einem Kochtopf – und was er sonst auf dem Weg bis zur Kristallisation zu Schneeflocken noch ‚erlebt‘, hat das Wasser unterschiedliche innere Strukturen. Somit entstehen unterschiedliche Schneekristalle, wenn auch nur im Detail, da die grundlegende Form sechseckig bleibt. Bis heute hat die Schneeflockenforschung keine identischen Schneeflocken gefunden.

    Dass Wasser auf Geräusche und Klänge reagiert, bewirkt, dass wir durch den ganzen Körper ‚hören‘. So können selbst taube Menschen Musik wahrnehmen. Entsprechend hören sie auch Strassenlärm. Und noch einweiteres Beispiel der Hörfähigkeit des Körpers: ein positiv geäussertes ‚Om‘, das die Stimmung der Menschen im Raum hebt. Der ‚Ton‘ geht durch den ganzen Körper.

    Lebensquell Wasser

    Ein Blick in das Lebenselement Wasser führt uns in eine faszinierende Welt. Das breite Spektrum seiner lebenswichtigen Eigenschaften und Fähigkeiten erklären die grosse Wertschätzung und den Schutz des Wassers in der Menschheitsgeschichte. Heute ist die Wahrnehmung der vielfältigen Bedeutung des Wassers, und somit auch die Wertschätzung, die einem schonenden Umgang zugrunde liegt, weitgehend verlorengegangen.

    Meine Erfahrungen in den letzten Jahren haben mich bewegt, anderen einen Einblick in das Wasser zu ermöglichen. Rückmeldungen zeigen mir, dass in der Folge viele ihren Umgang mit Wasser wesentlich verändert haben. Viele haben die Erkenntnisse über Wasser auch weiter gegeben, um wiederum andere zu einem positiveren Umgang mit Wasser zubewegen.

    Auch wenn es hier meistens ‚bloss‘ um alltägliches Verhalten geht, sind die Auswirkungen keineswegs unbedeutend: unser Alltagseinfluss auf den Zustand des Wassers ist signifikant. Heute allerdings leider meist im negativen Sinne. Jetzt geht es dringend darum, die Kraft unseres Einflusses zu behalten, sie aber positiv einzusetzen. So können wir in kurzer Zeit viel bewirken. Denn der Zustand des Wassers liegt weitgehend in unseren Händen.

    Wohlwissend, dass wir vieles zum Schutz des Wassers beitragen können, fliesst bei jeder Möglichkeit, Information weiterzugeben die Hoffnung mit, dass mehr Wissen über das Wasser zu mehr Respekt führt. Und zu mehr Schutz für das Wasser – unseren Lebensquell.


    22.07.2014 10:52 Alter: 3 Jahre
    Gesund Leben
    Von: Joan S. Davis