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    Roland Brüllmann

    4 Fragen an Roland Brüllmann, Verwalter des Naturfreundehaus Kaien bei Trogen/Rehetobel. Das Kaienhaus im Appenzellerland gehört zu den meist besuchten NF-Häusern der Schweiz.


    Jedes Wochenende stehen sechs, sieben oder mehr Mitglieder im Kaienhaus im Einsatz. Stets gibt’s da ein Menü, Kaffee und Kuchen, Wurst und Brot. Das Kaienhaus ist eine Bergbeiz an bester Lage. Wie findest du stets genügend „Personal“?

    Die Eintragungen, wer wann Hüttendienst leistet, geschieht auf rein freiwilliger Basis. So kann bei der  jährlichen Hüttenwartversammlung der Einsatzkalender für das kommende Jahr jeweils fast immer vollumfänglich besetzt werden. Natürlich gibt es auch bei uns das eine oder andere «Loch» an den Wochenenden. Diese können jedoch meistens durch «Springer» besetzt werden. Wenn dann gar nichts mehr geht, springen die Vorstandsmitglieder ein. Wir sind stolz auf unsere Hüttenwarte und hoffen, dass auch in den kommenden Jahren unser Kaienhaus jedes Wochenende geöffnet werden kann.

    Es gibt Sonntage, so etwa der Frühschoppen im August, da finden sich 400, 500 Personen im Kaienhaus ein. Nun, gibt es den typischen Kaienhausgast?

    Unsere Besucher kommen hauptsächlich aus der näheren Umgebung. Dadurch, dass wir jedes Wochenende ein anderes Hüttenwartteam «am Start haben», sind unsere Gäste vielfach auch Freunde und Bekannte der amtierenden Gastgeber. Und natürlich haben auch wir unsere treuen Stammgäste. Egal ob Sonnenschein, Regen, Schnee oder Nebel. Ein Besuch im Kaienhaus gehört einfach zu einem schönen Wochenende dazu. 

    „Keine Zeit für unbezahlte Freiwilligenarbeit“ – man hört diesen Satz oft. Du markierst das Gegenteil: du führst im Bereich der Metallverarbeitung ein eigenes Unternehmen, bist beruflich oft im Ausland tätig und du leitest als Verwalter die Geschicke des Kaienhaus. Hat dein Tag mehr als 24 Stunden?

    Nein, auch ich gönne mir von Zeit zu Zeit einmal eine Auszeit, um vom Alltagstrott loszulassen. Ich bin gottseidank in der glücklichen Lage, dass wir einen sehr engagierten Vorstand und viele freiwillige Helfer in unserem Kaienhaus haben. Alle Vereinsmitglieder ziehen am gleichen Strick und so kann die Arbeit, die die Verwaltung eines solchen Hauses mit sich bringt, gut aufgeteilt werden.

    Das Kaienhaus hat vor drei Jahren eine neue Fassade erhalten, zudem neue Fenster. Die Küche ist topmodern – was immer an Erneuerungen vorgenommen worden ist, stets habt ihr das ohne Bankkredite realisiert. Wie schaffen das die Rorschacher Naturfreunde?

    All dies ist der Verdienst unserer Hauswarte und natürlich unserer Gäste, die uns so zahlreich besuchen. Durch den uneigennützigen Einsatz eines jeden Hauswartes  wird das nötige Kapital für den Unterhalt und die Erneuerung der Infrastruktur erarbeitet.


    07.10.2015 16:08 Alter: 2 Jahre
    Naturfreunde aktiv, Naturfreundehäuser
    Von: Herbert Gruber