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    Andrea Lichtenecker

    Heute gehen die 4 Fragen an Andrea Lichtenecker in Wien. Andrea ist Geschäftsleiterin der Naturfreunde Internationale NFI, der Dachorganisation der Naturfreunde-Bewegung.


    Die Opens external link in new windowNFI umfasst heute 45 Mitglieds-Organisationen, einige davon auch auf dem afrikanischen Kontinent. Wie lassen sich die Anliegen einer österreichischen Naturfreundin mit jenen eines Naturfreunds in Senegal unter einen Hut bringen?

    Was uns als Naturfreundebewegung vereint, sind die Werte, für die wir stehen. Diese Werte, wie Solidarität, Gerechtigkeit oder auch den respektvollen Umgang mit Natur und Umwelt, leben die Naturfreunde in Afrika ebenso wie die europäischen Naturfreundinnen und Naturfreunde. Von einem gegenseitigen Austausch, Opens external link in new windowProjektpartnerschaften und partnerschaftlich organisierten Opens external link in new windowNaturfreundereisen in die afrikanischen Länder profitieren beide Seiten. 

    Bezüglich Afrika haben Schweizer Naturfreunde vor allem die Naturfreunde-Projekte in Senegal (Baumpflanzungen) und Togo (Fischzucht) zur Kenntnis genommen. Wie geht es diesen Projekten heute? 

    Die Projekte funktionieren wunderbar und wurden von Anfang an selbständig von den afrikanischen Verbänden umgesetzt. Auf der Opens external link in new windowAfrika-Projektwebsite der NFI kann man sich über die aktuellen Projekte informieren. Hier besteht auch die Möglichkeit, die Projekte der afrikanischen Naturfreunde finanziell zu unterstützen. Das nächste Projekt, das über Spenden finanziert werden soll, ist in Mali geplant und soll durch die Förderung des Gemüseanbaus die Lebenssituation der Bevölkerung und vor allem auch der Frauen verbessern. 

    Die EU hat ihre Unterstützung an die NFI reduziert. Wie wirkte sich diese Kürzung in der Leistung der NFI aus?

    Die ausbleibende Förderung der Generaldirektion Umwelt der EU hat die NFI sehr schmerzlich getroffen. So mussten wir heuer leider unser EU Policy Office in Brüssel schliessen. Und die Mittel fehlen auch für Aktivitäten, wie etwa Opens external link in new windowLandschaft des Jahres oder die internationale Kampagnenarbeit. Wir sind dennoch in der glücklichen Lage, dank nationaler Förderungen weiterhin Pilotprojekte wie etwa die Initiative Opens external link in new windowNaturerleben für alle, die eine Inklusion von Menschen mit Behinderung zum Ziel hat, durchführen zu können. Und wir werden nächstes Jahr unsere Fühler auch wieder verstärkt nach alternativen EU Förderquellen ausstrecken, um auch die internationale Kampagnenarbeit wieder intensivieren zu können.

    Welchen Schwerpunkt setzt die NFI fürs kommende Jahr 2016?

    Zentrale Themen unserer Arbeit sind die Rolle Europas für eine nachhaltige Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft, Klimagerechtigkeit und eine sozial- und umweltverträgliche Tourismusentwicklung. Die Beteiligung benachteiligter Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlinge, Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Behinderung – z.B. auch im Rahmen gemeinsamer Naturerlebnisangebote – bleibt dabei wie auch schon heuer unser Schwerpunkt. So können wir Naturfreunde einen wertvollen Beitrag zu einem solidarischen Miteinander leisten.


    20.01.2016 11:50 Alter: 2 Jahre
    Naturfreunde aktiv
    Von: Herbert Gruber