Das Neuste auf Instagram
Inserate
    < Andrea Lichtenecker

    Natur in nächster Nähe

    Ein Sonntag im Winter, dazu ein Spaziergang, über dem Nebel, unweit der Stadt Aarau – und dazwischen Einkehren im Naturfreundehaus: das gibt’s im Jurapark Aargau, genauer: ab der Staffelegg Passhöhe via Gislifluh nach Wildegg.


    Die Schweizer Naturparks und die Naturfreunde Schweiz: dieses Gespann ist seit einiger Zeit gemeinsam unterwegs, das Ergebnis daraus sind die Natura Trails, die die Naturfreunde in ihren Wander-Taschenführern beschreiben (bereits vorliegend sind die Führer für die Naturparks Opens external link in new windowChasseral und Opens external link in new windowDoubs). Im Frühling 2016 erscheint ein weiterer solcher Wanderführer für den Naturpark Aargau; darin vorgestellt wird eine Route über den ersten Aargauer Jura-Grat. Indes: ein Ausflug in die Landschaft über der Stadt Aarau – man spricht vom Jurapark Aargau – ist auch jetzt im Winter reizvoll. 

    Sei es ab Aarau oder aus dem Fricktal: die Staffelegg Passhöhe (621 m) ist einfach zu erreichen; die Busse verkehren von Süden wie von Norden her im Stundentakt. Und einfach ist auch die hier vorgeschlagene Wanderung, die sich ab Staffelegg-Parkplatz – stets südostwärts haltend – bietet: erst geht’s zur Hombergegg, dann dem Grat folgend zur Gislifluh und schliesslich zum Opens external link in new windowNaturfreundehaus Gislifluh, das jeden Sonntag durch ehrenamtlich arbeitende Naturfreunde-Mitglieder bewirtet wird. Das heisst, dort oben im NF-Haus Gislifluh, gibt’s auch an Winter-Sonntagen (von 9 – 17 Uhr) was Währschaftes zu futtern, eine Suppe, dazu eine Wurst, oder Speck und Brot, und selbstverständlich auch Kaffee mit hausgemachten Kuchen. 

    Blick bis zum Säntis

    Eine zweite Besonderheit an diesem Spaziergang von der Staffelegg (621 m) via NF-Haus Gislifluh hinunter nach Wildegg (356 m, SBB-Bahnhof) ist die Alpen-Panoramasicht, die sich ab der Gislifluh (772 m) bietet. Deren höchster Punkt ragt aus dem Wald, man ist hoch über den Bäumen und bei klarem Wetter reicht die Fernsicht über Urner und Glarner Alpen bis hinaus zum Säntis; und sozusagen direkt vor einem wölbt sich der Titlis markant in den Himmel und weiter rechts geht’s zu den Viertausendern der Berner Hochalpen. In umgekehrter Richtung, gegen Norden hin, wandert das Auge bis weit hinaus in den Schwarzwald, gar bis zum Feldberg (1493 m).

    Langlauf und Skilift

    Übrigens, auch nördlich der Staffelegg gibt’s ein Skigebiet! Es verfügt über eine Bushaltestelle, einen Skilift mit einer Länge von 285 (!) Metern und über eine aus einem Container gezimmerte Skihütte…! Die Bus-Haltestelle für dieses Mini-Skigebiet mit der Betriebsnummer AG1 heisst Asp-Abzweigung, sie liegt an der Strecke Aarau-Staffelegg-Frick. Die Langlaufloipe ab Staffelegg wiederum verläuft entlang des oben beschriebenen Wanderwegs Richtung Naturfreundehaus Gislifluh.

    Ebenfalls lohnenswert ist zudem der Spaziergang zur jahrhundertealten Linde von Linn. Mit ihrem Stammumfang von elf Metern gilt diese Winter-Linde als mächtigster Baum des Kantons Aargau. Fussgänger folgen dazu ab Staffelegg Passhöhe dem Jurahöhenweg Nr. 5 Richtung Möseren (648 m) und Linnenberg (722 m).  Streckenlänge: ca. 8 km. Abschliessen lässt sich dieser Spaziergang entweder im Dorf Linn (Postauto) oder unweit davon bei Neu Stalden (Postauto, Gasthaus, allerdings am Sonntag Ruhetag); oder aber man zieht gleich weiter via Vier Linden (514 m) hinunter nach Brugg an der Aare.


    24.01.2016 14:23 Alter: 2 Jahre
    Unterwegs, Naturfreundehäuser
    Von: Herbert Gruber