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    Margret Kiener Nellen

    Nationalrätin Margret Kiener Nellen erklärt, warum sie bei den Naturfreunden dabei ist.


    Warum ich Mitglied bei den Naturfreunden bin, hat mich der Redaktor der Zeitschrift «Naturfreund» gefragt. Nun, bereits als Kind hatte ich idyllisch gelegene Naturfreundehäuser beim Wandern mit meinen Eltern entdeckt. Später, als J+S-Leiterin Ski alpin, sah ich NF-Häuser an den schönsten Lagen von den Skipisten aus. Und dorthin wollte ich schon immer mal hingehen! Und selbstverständlich fasziniert mich als Gewerkschafterin auch die enge Verknüpfung zwischen der Geschichte der Schweizer Naturfreunde und der Arbeiterbewegung. Zudem gilt mein Engagement den Menschen, der Natur und der Umwelt. Somit war mein Beitritt zu den Naturfreunden Schweiz vorgezeichnet und ich bin stolz, mit dabei zu sein.

    Bei den Naturfreunden finde ich Menschen, die gleich denken und handeln wie ich. Das tut gut. Das verbindet.

    Bei den Naturfreunden finde ich Menschen, die gleich denken und handeln wie ich. Das tut gut. Das verbindet. Das gibt mir Energie für die Politik, die ich im Bundeshaus als Nationalrätin mache: für den Klimaschutz, für die Biodiversität und den Artenschutz, für Restwassermengen, für das Abschalten der AKW und die Förderung erneuerbarer Energien, für die Naturpärke und deren Weiterentwicklung.

    Es freut mich, dass die Naturfreunde Schweiz als gemeinnützige Organisation die Gemeinschaft pflegen und familienfreundliche Aktivitäten fördern. Sie tragen damit bei zu einer Gesellschaft, die er-lebenswert ist für Alle, statt für wenige.

    Besonders gefällt mir, dass die Naturfreunde offen sind für Vernetzung. Zum Beispiel mit den Naturpärken Schweiz über die Natura Trails. Naturfreunde und Schweizer Naturpärke, das passt einfach. Beide pflegen einen nachhaltigen, naturverbundenen und qualitätsbewussten Tourismus. So erlebe ich das als Mitglied der Naturfreunde Schweiz und des Patronatskomitees des Naturparks Diemtigtal im Berner Oberland. Und dort freue ich mich auf die Naturpark-Card als Opens external link in new windowneue Gästekarte, mit Gratisfahrt im Postauto und in den Bergbahnen während der Sommersaison.

    Wie ich mein Verhältnis zur Natur gestalte, und was ich mir von den Naturfreunden erhoffe, dies waren weitere Fragen des Redaktors. Ich antworte darauf vorab mit einem Zitat der Genfer Philosophin Germaine de Staël (1766-1817); sie hatte es so gesagt: «Um die Natur zu kennen, müssen wir eins mit ihr werden». So habe ich nie ein Auto besessen, gehe lieber zu Fuss, benutze den öV und fahre viel Velo. Beim Velofahren liebe ich besonders den Wind um die Ohren, beim Joggen, Wandern, Schwimmen und Campieren das Gefühl der Freiheit und die Bewegung direkt in der Natur.

    Auch beobachte ich sehr gerne Natur und Umwelt: Morgens dem virtuosen Konzert der Vögel lauschen. Die Zugvögel beobachten…, ihre Rastplätze und Flugrouten studieren. Vögel und Pflanzen bestimmen…, die Blütenpracht des Frühlings und die Erhabenheit der Alpen geniessen…, während unzähligen Wanderungen in den Alpen, Voralpen und im Jura.

    Naturfreunde bringen mehr Sorgfalt in unsere Natur und Umwelt. Naturfreunde sind daher Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger, denn der Kampf für die Rechte der Natur und den Klimaschutz bleibt aktuell: So wollte im April 2016 die SVP/FDP-Mehrheit der vorberatenden Kommission des Nationalrats die Biodiversitäts-Strategie aus der Legislaturplanung 2015-2019 streichen. Ihr Antrag scheiterte jedoch mit 101 zu 77 Stimmen bei 8 Enthaltungen. Auch einen SVP-Antrag zur Streichung der Klimapolitik lehnte der Nationalrat ab.

    Und ich erhoffe mir noch weitere Natura Trails – wieso nicht mit dem Naturpark Diemtigtal, einem der grössten Alpwirtschaftsgebiete der Schweiz?

    Ich wünsche den Naturfreunden Schweiz einen starken Mitgliederzuwachs und besten Erfolg mit ihren nötigen und freudvollen Aktivitäten!

     


    Margret Kiener Nellen, Rechtsanwältin mit eigener Anwaltskanzlei, ist Mitglied des Nationalrats. Am Anfang ihrer politischen Karriere stand ihr Engagement als Grossrätin des Kantons Bern sowie Gemeinderätin und -präsidentin von Bolligen BE. Nebst anderen Engagements präsidiert sie die Vereinigung bernischer Sportverbände bernsport, ist Mitglied des Stiftungsrats des Universitätsspitals Insel Bern, der tilia Stiftung für Langzeitpflege und des Patronatskomitees des Naturparks Diemtigtal.

     


    09.06.2016 14:18 Alter: 1 Jahre
    Naturfreunde aktiv