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    < Ernst Reiss

    Ursula Hahn

    Heute gehen die 4 Fragen an Ursula Hahn, Co-Präsidentin der Naturfreunde-Sektion Zug. Die Sektion besitzt auf der Ibergeregg das NF-Haus Schienberghütte.


    Einsam und vergessen – genau dies soll bei euch in der Sektion nicht passieren. Sektions-Mitglieder, die umständehalber kaum mehr am Vereinsleben teilnehmen, respektive teilnehmen können, werden von dir oder anderen Mitgliedern eurer Sektion kontaktiert – das ist dir ein Anliegen.

    Es ist mir tatsächlich ein Anliegen, dass Mitglieder, die bereits eine Weile nicht mehr aktiv am Vereinsleben teilnehmen, kontaktiert werden, sei dies mit einem Besuch, Telefonat, Brief oder einer E-Mail, je nach persönlicher Situation. Warum mir das wichtig ist? Aus Wertschätzung und Respekt allen Mitgliedern gegenüber, die jahrelang in ihrer Freizeit unentgeltlich für die Naturfreunde tätig waren und/oder aktiv an den Veranstaltungen teilnahmen, und nun warum auch immer nicht mehr dabei sein können oder wollen. Auch als Zeichen des Verständnisses denjenigen gegenüber, die aus persönlichen, familiären oder beruflichen Gründen auf eine unbestimmte Zeit nicht in der Lage sind, aktiv dabei zu sein.

     

    Und wie wird dieses Anliegen umgesetzt?  Geht das spontan vor sich?

    Vorab versuchen wir herauszufinden, warum Sektionsmitglieder nicht mehr aktiv sind. Sind es alters- und/oder gesundheitliche Gründe? Hat sich die familiäre oder berufliche Situation geändert? Gibt es andere Gründe? Aufgrund dieser Informationen von Familienangehörigen, anderen Vereinsmitgliedern oder den Betroffenen selbst planen wir das weitere Vorgehen. Zum Teil bestehen Kontakte zwischen den Mitgliedern selbst, da erfahren wir, ob ein Besuch oder andere Kontaktaufnahme von Seiten des Vorstandes erwünscht ist. Manchmal kann auch eine E-Mail hilfreich sein und als Kontaktoption dienen. Andererseits gibt es Mitglieder, die in Ruhe gelassen werden möchten, das gilt es absolut zu respektieren. Ist ein Besuch seitens des Vorstandes willkommen, überlegen wir, wer diesen Besuch macht oder den Kontakt aufnimmt. Bei älteren Mitgliedern mache ich das meistens selbst, ganz einfach, weil ich die meisten auch kenne.

     

    Wir wissen von anderen Sektionen, die ihre kranken oder betagten, ans Haus gebundenen Mitglieder ebenfalls kontaktieren und/oder besuchen; eine dieser Sektionen hat dafür das Kässeli «Freud und Leid» eröffnet. Wie sieht das bei euch aus?

    Beträge für Präsente, Porto, Drucksachen etc. sind in unserem Jahresbudget enthalten.

    Du selbst bist beruflich nach wie vor stark engagiert. Findest du daneben auch noch Zeit für solche Besuche?

    Ja, ich habe die Zeit für solche Besuche. Ich bin beruflich selbständig, daraus ergibt sich eine gewisse Flexibilität. Zudem ziehe ich mich langsam aus dem beruflichen Leben zurück. Und wie erwähnt, kann ich auf die Unterstützung meiner VorstandskollegInnen und der Vereinsmitglieder zählen.


    15.12.2016 14:02 Alter: 337 Tage
    Naturfreunde aktiv
    Von: Herbert Gruber