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    Danny Kurmann

    Heute gehen die 4 Fragen an Danny Kurmann, den wohl bekanntesten Eishockey-Schiedsrichter-Profi der Schweiz. Er ist Mitglied der Naturfreunde-Sektion Oberrüti. Ab Oktober 2017 amtet Danny Kurmann neu als Schiedsrichterchef des Internationalen Eishockey Verbandes IIHF.


    Danny Kurmann

    Heute gehen die 4 Fragen an Danny Kurmann, den wohl bekanntesten Eishockey-Schiedsrichter-Profi der Schweiz. Er ist Mitglied der Naturfreunde-Sektion Oberrüti. Ab Oktober 2017 amtet Danny Kurmann neu als Schiedsrichterchef des Internationalen Eishockey Verbandes IIHF. 

    Du hast über 2000 Spiele in der Schweizer Eishockey-Meisterschaft (NLA) geleitet, zudem wichtige Spiele an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen; 31 Jahre lang warst du voll dabei, das sind allein in der Schweiz pro Saison gegen 100 Spiele. Gleichwohl hast du dich vor fünf Jahren entschlossen, Mitglied bei den Naturfreunden zu werden. Was hat dich damals zu diesem Schritt bewogen?

    Primär hat mich meine Frau dazu gebracht, mich den Naturfreunden anzuschliessen. Ich treffe da auf interessante und motivierte Leute mit grosser Freude an der Natur. Ich selber hatte bis jetzt nicht genügend Zeit zur Verfügung, aber im Sommer einen Berggipfel mit Schnee und Eis zu erklimmen ist schon ein aussergewöhnliches Erlebnis – und das unter fachkundiger Führung von Jens Howoldt, der den Weg kennt und viel über die Gegend zu erzählen hat.

    Im Wettkampfsport geht’s um Spielen mit Siegeswillen. Der Einsatz ist hart. Als Schiedsrichter sorgst du dafür, dass der Kampf fair bleibt. Kannst du in einem Satz benennen, was du aus deinem Umgang mit dem Sport fürs Leben lernst?

    Der Sport spiegelt die Gesellschaft und das Leben auf einem kleinen Spielfeld: Fairness, gegenseitiger Respekt und der Wille, miteinander im Team, jeder in seiner Rolle, etwas Erfolgreiches zu erreichen und auch mit Niederlagen umgehen zu können.

    Du hast im April dieses Jahres dein letztes Spiel geleitet. Was tut ein ehemaliger Profi-Schiedsrichter heute in seiner Freizeit? 

    Momentan geniesse ich meine Freizeit mit Reisen und betreibe vor allem meinen Lieblingssport, das Kitesurfen auf dem Meer. Ich lade meine Batterien, entspanne mich und mache mir meine Gedanken auf meinen neuen Job. Ein neuer Lebensabschnitt mit einem komplett neuen Arbeitsrhythmus steht kurz bevor.

    Jetzt da du nicht mehr als Schiedsrichter «im Geschäft» bist: hast du eine Schweizer Lieblings-Eishockey-Mannschaft? Geografisch dir am nächsten würde der EV Zug liegen? Wie sieht deine Prognose für die Saison 2017/18 aus?

    Es wird wohl ein paar Jahre dauern, bis ich, wenn überhaupt, für einen einzelnen Club fane. Mir gefällt vor allem der Sport, die Dynamik und die Technik des Spieles – das Nationalteam liegt mir immer am Herzen. Meine Prognose für die Saison 2017/18: es wird eine sehr umkämpfte Meisterschaft geben, die Teams werden weiter zusammenrücken. Ein Team aber wird bereits jetzt für den Final qualifiziert sein: das kleinste Team, mit den wenigsten Fans – das Schiedsrichter-Team ;-).

     

     


    09.11.2017 16:00 Alter: 35 Tage
    Ausgabe 3 | 2017, Naturfreunde aktiv
    Von: Herbert Gruber