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Ein Erfolg – aber in der Sache stehen wir am Anfang

PETITION «INSEKTENSTERBEN AUFKLÄREN» - RÜCKBLICK, DANK UND AUSBLICK


Ein Erfolg – aber in der Sache  stehen wir am Anfang

«Drei Viertel unserer Insekten sind vor unseren Augen verschwunden, und wir merken es kaum. Hier müssen wir etwas machen!» Diese simple Erkenntnis, die mir nach dem Besuch der Ausstellung «Weltuntergang» im Naturhistorischen Museum Bern am 8. Januar dieses Jahres durch den Kopf ging, hat sich über die letzten Monate zu einer atemberaubenden Kampagne der Naturfreunde Schweiz (NFS) entwickelt. Unsere Mitglieder, Sektionen, Kantonalverbände, unser Vorstand und vor allem unsere Geschäftsstelle sind zu Höchstform aufgelaufen. Ob an Wanderungen, an kalten Tagen am Samstags-Markt oder an langen Abenden hinter dem Computer – alle haben auf ihre Art zum erfolgreichen Verlauf beigetragen.

Zu Beginn des Projekts war dieser Erfolg aber alles andere als klar: Nach der Zustimmung des NFS-Vorstands zur Projektidee verbrachte ich viele Stunden am Telefon mit Experten, Umweltverbänden und anderen möglichen UnterstützerInnen. Einige sagten ab, viele hielten mich hin. Als ich schon fast das Handtuch warf, sagte Dark-Sky Switzerland als erster Verband zu, wenig später folgten der Bauernverband und apisuisse.

Am 4. September fiel der Startschuss. Geschlossen traten wir vor die Medien, welche zu Dutzenden berichteten. Seither ist viel passiert: Hunderte von Zuschriften haben wir erhalten mit Lob, Kritik, Fragen und Ideen für künftige Projekte und Partnerschaften. Tausende Unterschriftenbögen von Naturfreunden, Imkern, Bauern und anderen Mitmenschen, denen die Umwelt am Herzen liegt, gingen bei uns ein (etliche von ihnen haben die Petition sogar finanziell unterstützt – noch einmal herzlichen Dank dafür!). Zehntausende Male gar wurde unsere Website www.insektensterben.ch aufgerufen – derart oft, dass der Rechner wegen zu vieler Besuche zweimal komplett den Dienst versagte. Unglaublich!

In der Sache stehen wir aber weiterhin erst am Anfang. Viele Insekten sind verschwunden und wir müssen jetzt retten, was noch zu retten ist – auch, um uns selbst willen. Egal wo die Wissenschaft die Gründe findet, ohne ein Umdenken von uns allen gelingt das nicht.Für Ihre grossartige Unterstützung der Petition danke ich Euch allen herzlich und freue mich auf die künftigen Herausforderungen!

Sebastian Jaquiéry
Kampagnen-Leiter der Petition
Vize-Präsident Naturfreunde Schweiz NFS


21.12.2018 11:09 Alter: 154 Tage
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