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    Beat Schüpbach

    5 Fragen an Beat Schüpbach in Burgdorf BE. Nachdem er erst als Kondukteur und dann als Zugführer bei der ehemaligen VHB gearbeitet hat, ist er heute als BLS-Gärtner im Einsatz. Anfänglich aber hatte er sich zum Landwirt ausbilden lassen. Er ist Mitglied der Naturfreunde-Sektion Hasle-Rüegsau.


     

    Die BLS sind ein Transport-Unternehmen; sie betreiben u.a. die ­Eisenbahnlinie durch den Basis-Tunnel am Lötschberg und weiter durch den Simplon nach Italien. Und was nun aber ist die Auf­gabe eines BLS-Gärtners?
    Meine Aufgabe besteht darin, dass ich für die Gartenarbeiten rund um die Bahnhöfe der BLS (ausgenommen Südrampe) zuständig bin. Mit meinem Mitarbeiter bin ich verantwortlich für die Grünflächen, Rabatten, Sträucher und Baumpflege. Ab und zu bepflanzen wir auch eine Neuanlage. Es macht mir viel Freude und ist abwechslungsreich.

    Irgendwo habe ich mal aufgeschnappt, dass die Platanen zu deinen Lieblingsbäumen gehören. Was fasziniert dich an diesem Baum?
    Die Platane ist ein robuster, pflegeleichter Baum, der bis 1000 Jahre alt werden kann. Für unsere Grosskinder habe ich einen solchen Baum in ihren Garten gepflanzt. Nun können Nina und Elin bereits darunter im Schatten spielen.

    Im vorliegenden Heft geht’s unter anderen ums Tessin, respektive ums Onsernone-Tal. Das Tessin ist eines der Verbreitungsgebiete der Edelkastanie. Welche Beziehung pflegst du zu diesen Bäumen?

    Edelkastanien sind an unseren Bahnhöfen nicht sehr verbreitet. Im Winter schneiden wir sehr viele Rosskastanien, alle zirka 100-jährig, also aus den Anfangszeiten der Schweizer Eisenbahnen. Übrigens, das Onsernone-Tal ist ein sehr wildes, schönes Wanderparadies, das wir zum Teil bereits erwandert haben.

    In letzter Zeit ist oft von den sogenannten Neophyten die Rede. Hast du mit diesen «eingewanderten» Pflanzen auch beruflich zu tun? Oder nur privat?
    Beruflich habe ich im Moment fast täglich mit Neophyten zu tun. Zu dieser Gattung gehören zum Beispiel Goldrute, Berufskraut, Riesenbärenklau, Springkraut, Japanischer Knöterich und die Ambrosia, die meldepflichtig ist. Zum Glück können wir die Bahnhöfe von diesen dominanten Pflanzen noch recht sauber halten. In unserem Privatgarten aber haben diese Pflanzen keine Chance, zu wachsen.

    Du bist Tourenleiter der Naturfreunde-Sektion Hasle-Rüegsau. ­Welches sind deine nächsten Touren? Und wer darf dich dabei begleiten?
    Als Tourenleiter habe ich meine Touren fürs Jahr 2012 bereits durchgeführt. Die letzte war am 12./13. August auf das Schnidejoch. Als nächstes gehe ich als Teilnehmer mit den NF-Hasle-Rüegsau für drei Tage auf Walserwegen nach Rimella (Ossolatäler). Am 3./4. November organisiert meine Frau ein Hüttenweekend in der schönen neu umgebauten Hilfernhütte. Meistens bin ich mit den Naturfreunden Hasle-Rüegsau, mit Kollegen oder der Familie unterwegs.


    01.04.2012 16:48 Alter: 5 Jahre
    Ausgabe 4 | 2012, Naturfreunde aktiv